Frankenpost, 29.12.2009

Weihnacht ist, wenn man Liebe schenkt
 


Die Schulspielgruppe bringt "eine Wintergeschichte" auf die Bühne.
 

Zell - Eltern, Schüler und viele Gäste haben kürzlich gemeinsam in der Aula der Volksschule Zell den Jahresabschluss gefeiert. Den Beginn gestalteten der Chor und die Instrumentalgruppe der 3. und 4. Klasse unter Leitung von F. Runjai und F. Eckert mit dem Beitrag "I hear them". Schulleiterin Carola Grellner stellte in ihrer Rede den weihnachtlichen Grundgedanken in den Vordergrund. Es gehe darum, innezuhalten und zur Ruhe zu kommen. Es sei das Fest der Familie, der Liebe und der Stille. Auch halte das Leben nicht nur positive Seiten für die Menschen bereit, es stelle sie auch vor viele Prüfungen. Auch persönliche Schicksale wie Trennungen, Arbeitslosigkeit, Einsamkeit oder Krankheiten belasten oft das Leben. Hier könne der Weihnachtsgedanke greifen, denn Weihnachten sei nicht nur einmal im Jahr, sondern immer dann, wenn man jemand seine Liebe und Zuneigung schenke.

Frierender Hirtenjunge

Im folgenden Gedicht "Weihnachten" machten Schüler der 5. Klasse den eigentlichen Sinn der Weihnachtszeit deutlich. Anschließend bot die Flötengruppe der 3. Klasse mit "Schneeflöckchen - Weißröckchen" dar. Beim Spiel der Schulspielgruppe "Eine Wintergeschichte", die Ute Hofmann mit den Schülern einstudiert hatte, verweigerte ein hartherziger Mann dem frierenden Hirtenjungen einen warmen Platz. So verließ dieser den Hof und die Tiere folgten ihm. Der Mann folgte dem Hirten zu einem Stall mit einer Krippe. Dort traf er auch den Jungen und die Tiere wieder und erkannte seinen Fehler.

Passend dazu trug die 2. Klasse ihr "Friedensgedicht" vor. Von "Vor langer Zeit" erzählte das Lied, das der Chor und die Instrumentalgruppe der 3./4. Klasse einstudiert hatten, und das "Pfefferkuchenmann"-Gedicht der 1. Klasse schloss sich nahtlos an.

Wie sich ein Geschwisterstreit zum Guten wenden kann, erzählte das Stück "Dumme Gans" der 7. Klasse unter der Regie von F. Neukam. Ein Weihnachts-Rap der 3. Klasse mit Verstärkung der Schulspielgruppe verwies auf Kaufzwang, Kommerz und Weihnachtsstress.

"Angeschnürbelte Brunzeltabs"

Darum ging es auch bei "Ein ungewöhnliches Weihnachtsgeschenk", welches die 8. Klasse zusammen mit einigen Siebtklässlern unter Leitung von F. Bilek zum Besten gab: Ein Kind einer wohlhabenden Familie wünscht sich nur ein Buch, doch die Eltern wollen ihm ein noch größeres und teureres Geschenk machen, als im Vorjahr. Daraufhin erfindet das Kind das "Angeschnürbelte Brunzeltabs", das die Eltern verzweifelt versuchen zu besorgen. Auf der Suche danach endet die Mutter sogar beim Psychiater, aber kurz vor dem Fest lüftet das Kind sein Geheimnis. Sie beschließen zusammen, ein ruhiges und traditionelles Weihnachten ohne große Geschenke zu feiern, denn das größte Geschenk ist die Ruhe und Harmonie in der Familie.

Im Anschluss an die Vorführungen der Schüler richtete die Vorsitzende des Elternbeirates, F. Hüttling, einige Worte an die Gäste, bevor noch einmal Schulleiterin Grellner ans Rednerpult trat, um sich bei allen zu bedanken, die zur Ausgestaltung und zum Gelingen der Feier beitrugen. Bei dieser Gelegenheit wurde auch Lijane Gruchot in den Ruhestand verabschiedet. Traditionell wurde die Feier mit dem gemeinsamen Lied "O du Fröhliche" abgeschlossen.

Der Elternbeirat, das Team der Mittagsbetreuung und die 7. Klasse hatte die Pausenhalle in einen Weihnachtsmarkt verwandelt, wo sich die Gäste zum gemütlichen Ausklang trafen.