Bericht in der Frankenpost am 21.09.09

Offene Schultür und Leseförderung

Neustart | In Zell wird Carola Grellner als neue Leiterin der Volksschule ins Amteingeführt.


Konrektor Peter Müller (rechts) und Schulrätin Christa Tschanett (links) wünschen der neuen Schulleiterin Carola Grellner alles Gute für ihre Arbeit. Foto: B. G.

Zell – Seit 1. August steht die Volksschule Zell unter neuer Leitung. In Anwesenheit von Schulrätin Christa Tschanett und dem Kollegium wurde Carola Grellner nun offiziell in ihr Amt als Schulleiterin eingeführt. Nachdem das Lehrerkollegium seiner Kollegin und jetzigen Chefin ein musikalisches Willkommen übermittelt hatte, ließ Schulrätin Christa Tschanett den Werdegang von Carola Grellner Revue passieren. Geboren und aufgewachsen ist die neue Schulleiterin in Pegnitz. Nach dem Abitur studierte sie an der Universität Bayreuth. Nach bestandenem Staatsexamen wurde sie der Seminarschule Oberkotzau zugewiesen und absolvierte ihre Lehramtsanwärterzeit an der Park- und Kreuzbergschule in Münchberg sowie in Selb. Inzwischen verheiratet und wohnhaft in Gefrees, trat Carola Grellner 1990 ihren Dienst in Zell an. Zusätzliche Prüfungen zur Erteilung von Religionsunterricht und Englisch in der Grundschule folgten. Grellner betreute viele Jahre lang Lehramtsanwärter und war in der Fortbildung tätig. Auf gute Zusammenarbeit Christa Tschanett ermutigte die neue Schulleiterin, die Schulkultur weiterzuentwickeln und neue Schwerpunkte zu schaffen, aber auch Bewährtes zu übernehmen. Carola Grellner solle nicht nur „als Lok vorausfahren“, sondern das Lehrerkollegium mitnehmen. Die neue Schulleiterin meinte, dass jede Schulleitung nur so gut sei wie das Lehrerkollegium, das hinter ihr stehe. Mit kurzer Unterbrechung durch die Geburten zweier Töchter lägen nun 19 Jahre hinter ihr, in der sich an der Schule so manches bewegt und verändert habe. Ihre Aufgaben seien zunehmend vielfältiger geworden. Es sei immer mehr „ihre“ Schule geworden. Hier wolle sie nun nicht nur als Lehrer, sondern als Schulleiterin gemeinsame Ziele entwickeln und engagiert umsetzen. „Aber ohne Eltern, die vertrauensvoll mit der Schule zusammenarbeiten, wäre es nicht möglich, eine gute Schule zu leiten“, sagte sie. Bewährtes und vor allem in den letzten Jahren Eingeführtes wolle sie natürlich beibehalten. Als wichtige Neuerungen bezeichnete sie neben der Ganztagesbetreuung die Einführung der Jugendsozialarbeit und in diesem Rahmen das Projekt „Zweite Chance für Schulverweigerer“. Besonders die Lesementoren, die auf spielerische Art die Schüler zum Lesen animieren sollen, erweisen sich Grellners Worten nach als wirkungsvoll. Wobei die drei bereits tätigen Mentoren dringend Unterstützung benötigten. Über neue ehrenamtliche Mentoren, die ihre Freude am Lesen an die Schüler weitergeben, würde sich die Schule sehr freuen. „Antolin“, ein Projekt zur Leseförderung, komme bei den Grundschülern gut an und solle auch weiter zur Verfügung stehen. Neue Ideen Folgende neue Ideen sollen im neuen Schuljahr umgesetzt werden: In der Hauptschule wird es eine Streitschlichterund Schulsanitäterausbildung geben. In der Grundschule wird die Lesewerkstatt erweitert und auch vermehrt benutzt werden. Ebenfalls neu ist die Umsetzung der offenen Klassenzimmertür. Schüler haben künftig die Möglichkeit, zeitweise – zum Beispiel zum Lesen – eine Jahrgangsstufe höher zu gehen. Umkehrt können leistungsschwächere Schüler in der darunterliegenden Jahrgangsstufe Wissenslücken auffüllen. Außerdem wird es eine Sprechstunde für Schüler geben, während der sich Jungen und Mädchen dann vertrauensvoll an ihre Schulleiterin wenden können. Beate Günther